Rückbau 2017

04613 Lucka, Clara-Zetkin-Straße 38-46

Entsprechend der demografischen Entwicklung im Territorium und insbesondere der in der Stadt Lucka entschieden sich Aufsichtsrat und Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Lucka eG im Jahre 2015 zu einer moderaten Verkleinerung Ihres Wohnungsbestandes.

War in der Vergangenheit noch von einer perspektivischen Sanierung des Gesamtbestandes an Wohnungen ausgegangen worden, schien es betriebswirtschaftlich sinnvoller, das einzige noch nicht sanierte Wohngebäude, das Objekt Clara-Zetkin-Straße 30-46, 04613 Lucka, mit insgesamt 90 Wohnungen anders zu betrachten.

Diese 90 Wohnungen wiesen einen überdurchschnittlich hohen Leerstand mit einer der Ausstattung angemessenen und unterdurchschnittlichen Miete auf.

Bei dem teilrückzubauenden Gebäude handelt es sich um ein Wohngebäude des Typs JW 65 Ratio Magdeburg, Laststufe 2,0 Mp, mit fünf Wohn-, einem Keller- und einem Drempelgeschoß. Das Gebäude hat neun Hauseingänge mit gesamt 90 Wohnungen.

Von den neun Häusern sollen die südlichen fünf, somit 50 Wohnungen, zurückgebaut werden.

So wurde für das Jahr 2017 der Rückbau der Häuser Nr. 38-46 in den Plan aufgenommen.

Im Jahr 2015 und insbesondere 2016 waren die Vorarbeiten zu tätigen.

Die noch dort wohnenden Mieter wurden in andere Wohnungen sozial verträglich umgesetzt. Über die Stadt Lucka ist ein Antrag auf Fördermittel beim Freistaat Thüringen auf Zuschüsse aus dem Stadtumbauprogramm Bund/Land gestellt worden.

Ende 2016 erhielten wir den Zuwendungsbescheid des Freistaates Thüringen über die Gewährung von Zuwendungen (finanzieller Zuschuss).

Zwischenzeitlich erging die bauordnungsrechtliche Genehmigung zum Rückbau.

Jetzt war die Genossenschaft in der Lage die erforderlichen Arbeiten öffentlich auszuschreiben und die Aufträge zu erteilen.

Noch bewohnte Wohnungen wurden bis zur letzten Sekunde vor Entkernungs-/ Abbruchbeginn freigelenkt.

Die rückzubauenden Häuser wurden medienfrei getrennt.

Großgrün, welches den maschinellen Abbruch verhinderte, war –mit Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde- zu entnehmen.

Das gesamte Gebäude wurde von Hand entkernt (Türen, Fenster, Lattenverschläge Keller, Handläufe Treppenhaus, Holzeinbauten, Fußbodenbeläge, Installationssysteme und –gegenstände aller Medien, Unrat der Mieter).

Die rückzubauenden Häuser wurden (in Abhängigkeit der Abbruchtechnologie, von außen nach innen) mittels Klein-, Großbagger und Longfront abgebrochen, in weniger als einer Woche war der Gebäudeteil zurückgebaut.

Befestigte Teile der Außenanlagen (Containerplatz, Gehwege, Einfriedungen, Straßenbeleuchtung, Fahrradständer, Bänke, Spielplatzrudimente, Wäscheplätze) - zumeist – desolat, sind zurückgebaut und angepasst.

Der Giebel des verbleibenden Hauses war statisch zu ertüchtigen, die Fassade wurde hier gedämmt.

Die Baugrube wird/ist Erdstoff verfüllt, Gebrauchsrasen eingesät.

Modernisierung 2016

Lucka, Bischofsweg 41 -47, 49-55 und Fr.-Engels-Straße 2a-d Modernisierung der Heizungs- und Warmwasserversorgung in 96 Wohnungen.

Bereits mit dem Bericht des Vorstandes 2014 anlässlich der Vorjahres-Mitgliederversammlung am 16.06.2015 hatten wir über die geplante Baumaßnahme 2016 berichtet. Diese wurde dann Anfang 201 6 mit dem mittelfristigen Finanzplan durch die Gremien bestätigt.

Im März erhielten die betreffenden Mieter die formhafte Ankündigung. Diese stieß natürlich nicht auf uneingeschränkte Begeisterung, war es doch für viele ältere und kranke Mitglieder und Mieter eine bevorstehende Belastung und dies oft zum wiederholten Mal.

Ausgehend von zu erwartenden Kosten von über einer Million Euro für diese drei Wohngebäude mit 96 Wohnungen war es für die Genossenschaft genau der richtige Zeitpunkt einen KfW-Förderkredit mit nur 0,75 % Zins und zusätzlichem Tilgungszuschuss in Höhe von über 100.000 Euro in Anspruch nehmen zu können.

Technisch wurden in den Voruntersuchungen die Machbarkeit und das Kosten-Nutzen-Verhältnis verschiedener Heizungen durch das Altenburger Ingenieurbüro Kakolewski untersucht.
Letztendlich entschieden wir uns für den vollständigen Rückbau der Gas-Einzelheizungen mittels Thermen und Schaffung eines zentralen Wärmeverbundes mit
nur einem erdgasbefeuerten Brennwert-Heizkessel im Kellergeschoss eines der  Gebäude bei Unterstützung (Heizung und Warmwasserbereitung) durch eine 110m² große solarthermische Anlage in Aufdachmontage und Erdspeicher zur Pufferung.
Sämtliche Kalt- und Warmwassersysteme wurden erneuert.

Gleichzeitig war es bei vertretbaren Kosten möglich die mehrzügigen Bad-Küchen-Schornsteine in den Bädern zu entfernen, so dass die relativ kleinen Bäder etwas geräumiger wurden. Diverse Wünsche nach bodengleichen Duschen konnten realisiert werden.

Das Ziel, eine hochmoderne und effiziente Heizung und Warmwasserversorgung zu errichten, ist erreicht. Die dort wohnenden Mitglieder und Mieter werden sich über vergleichsweise niedrige Betriebs- und Heizkosten freuen können.

Bauprojekte 2015

Bau weiterer 13 PKW-Stellplätze

Unsere Genossenschaft ist auch Eigentümer von 108 Wohnungen im Bereich Meuselwitz, Altenburger Straße 11-17, die aktuell bis auf eine Wohnung alle vermietet sind.

Die Nachfrage an PKW-Stellplätzen konnten wir wegen der räumlichen Enge des Umfeldes nicht ausreichend befriedigen.

Es ergab sich 2014 die Gelegenheit, in unmittelbarer Nähe unserer Grundstücke und Gebäude ein unbebautes Grundstück von der Stadt Meuselwitz zu erwerben.

Mit Eigentumsübergang an uns stellten wir Bauantrag zur Errichtung weiterer ebenerdiger PKW-Stellplätze.

Nach erhaltener Baugenehmigung im April 2015  und Optimierung der Einordnung ließ sich der Bau von weiteren 13 Stellplätzen verwirklichen. Im Ergebnis  der Ausschreibung der Bauarbeiten wurde der Zuschlag der Firma M. Lehnert, Nobitz, erteilt. Diese  erbrachte die Leistung in ca. einem Monat Bauzeit.

Auch wenn mit diesem Eingriff Wohngrün vermindert  wurde, ist durch die offene, versiegelungsarme Pflasteroberfläche und die neue Randbepflanzung  eine akzeptable Bebauung gelungen.

Unsere Mieter können diese Stellplätze seit August  nutzen.

WG Lucka eG
Goethestraße 1A
04613 Lucka

Telefon: +49 34492 31490
Telefax:  +49 34492 24331